Kleine und mittlere Betriebe scheitern allzu oft bei dem Versuch, Wissen zu strukturieren und weiterzugeben; vor allem das Wissen der einzelnen Mitarbeiter zusammenzubringen, gestaltet sich in der Unternehmenspraxis oft als schwierig. Ineffiziente Arbeitsabläufe, Doppelarbeiten oder Mitarbeiter, die den Betrieb verlassen und wichtiges Erfahrungswissen mitnehmen – das sind nur einige der vielen Problemfelder, denen sich kleine und mittlere Unternehmen in der Unternehmenspraxis entgegenstellen müssen.
Management und Führungskräfte beschäftigen sich leider immer noch zu wenig mit der Substanz und den Abläufen von Wissensgenerierung und –speicherung und der Bedeutung von individuellem und organisationalem Wissen im Unternehmen. Doch es gibt auch für Unternehmen erfolgreiche Vorbilder, wie im Folgenden anhand der Realisierung eines prozessorientierten Wissensmanagements am Beispiel einer webbasierten FMEA aufgezeigt wird.
EnTeSo entwickelte eine webbasierte FMEA, um die Produktivität der Wissensarbeiter in einer Balance aus Spezialistentum und Verständnis des komplexen Ganzen zu steigern. Den Anstoß für die Entwicklung des Tools gab, dass derzeitige FMEA-Projekte nicht effizient genug sind: Arbeitsschritte, z.B. das Festlegen von Fehlerursachen und –folgen, werden häufig "neu erfunden" oder die Erfahrungen anderer bei der Erstellung von FMEAs werden nicht oder nur kaum berücksichtigt. Der Ansatz des Software und Dienstleistungsunternehmens EnTeSo zielt demnach auf die Unterstützung des Mitarbeiters bei der Schaffung, Verbreitung und Nutzung von Wissen aus abgelaufenen FMEA-Analysen und kann deshalb auch als Unterstützung von Wissensprozessen bezeichnet werden.
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